Zeitschriften beim Frisör – eine Geschichte für sich …
- March 31st, 2011
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Von Haus aus bin ich ein recht neugieriger Mensch. Nein, nichts Falsches denken. Ich bewache nicht meine Nachbarn, sondern bin bestrebt, dass ich bei den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer „am Ball“ bleibe, wie man so schön sagt. Am besten geht das natürlich mit Dokumentationen im Fernsehen. Einen weiteren Teil meines Wissens beziehe ich aus Zeitschriften. Bei Frisör, Arzt, Behörden und Co. greife ich mir immer sofort die „GEO“, oder „Welt der Wunder“, die ADAC-Zeitung oder was so in der Richtung grade da ist. Letztens saß ich allein im Wartezimmer und war gerade in einen Artikel über die Entwicklung der Vulkanforschung vertieft, als jemand den Raum betrat, mich kurz anschaute und sofort laut los lachte.
Erst beim zweiten Blick bemerkte ich, dass es einer meiner Freunde war und ich fragte ihn natürlich, was es zu lachen gäbe. Er deutete auf meine Zeitung und fragte, seit wann ich denn Frauenzeitschriften lesen würde. Erst wollte ich empört protestieren, doch dann warf ich einen genaueren Blick auf meine Zeitung. Da hatte doch ein Scherzkeks den Einband von einer Kochzeitung mit hinein gelegt, der wohl woanders abgefallen war. Und genau der war gerade auf der Rückseite meiner Zeitschrift zu sehen. Ich zeigte Steven den Artikel, den ich gerade studierte. Er hatte ihn auch gelesen und so waren wir bereits nach zwei Minuten in eine fachliche Diskussion vertieft. Dabei muss ich wohl meinen Aufruf überhört haben, denn plötzlich stand die Schwester im Zimmer und fragte scherzend, ob sie mir gleich noch eine Überweisung zum „Ohren Durchpusten“ ausstellen sollte. Sie darf das, denn sie ist meine Tante.