Unterschiedliche Weltanschauungen
- June 25th, 2012
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Es gibt Tage, an denen fühle ich mich blendend: Ich versuche, ein Auto hochzuheben, doch, oh weh, es bewegt sich kein bisschen! Wenn ich mich stark fühle, heißt das also nicht, dass ich plötzlich mit hautengem blauen Trikot lässig durch die Luft flöge … . Gibt es nicht viel mehr Suppenmänner als Supermänner? Suppe kann ja ganz lecker sein, doch Superbenzin ist, wie alle Treibstoffe von der Tankstelle, giftig! Sind also die Supermänner in Wirklichkeit jene alteingesessenen Tankstellenbesitzer, die damals noch Tankwart waren, zu einer Zeit, als es bei den Tankstellen noch keine Selbstbedienung gab?
Nun, egal, wer sich als Supermann fühlt: Auch wenn man nicht fliegen kann, gibt es Tage, an denen man glaubt, man könnte es! Doch leider gibt es auch Tage, die anders sind. Schon am Morgen stelle ich fest, dass ich gar nicht erst aufstehen will, obwohl ich doch in der Nacht eigentlich gut geschlafen habe! Ich will aufstehen, doch es duselt mir und ich lege mich wieder hin … . Ein paar Minuten später versuche ich es dann erneut, dieses Mal ganz langsam, und es klappt! Ich trinke noch schnell ein bisschen, denn ich habe Durst. Warum schwitze ich nur? Es ist doch sogar recht kühl! Dieses Wetter muss es sein, so drückend ist es, oder was soll es sonst sein?
An einem Tag fühle ich mich super, am nächsten Tag schwach … . Nicht nur die Stimmung kann schwanken, nein auch der ganze Kreislauf kann seine Hoch- und Tiefpunkte haben! An manchen Orten fühle ich mich nahezu immer stark, an anderen Orten hingegen frage ich mich, wann ich kein einmal schwaches Gefühl habe!? Klima, Wetter, atmosphärische Turbulenzen … ja, es gibt so viele Dinge, die das eigene Befinden ganz durchdringend beeinflussen können … .
Erst durch das ganze Auf und Nieder, nicht nur was den Kreislauf anbetrifft, sondern auch im Ganzen, wird deutlich, wie gut es ist, wenn alles prächtig läuft! Wenn alles nur schlecht liefe, wäre das Leben dann nicht trostlos? Oder wenn nichts verkehrt laufen täte, woher könnte man dann lernen, was an sich richtig, und was falsch ist? – Man lernt aus guten, ebenso wie aus schlechten Zeiten!
In den Nachrichten im Fernsehen wird oftmals pünktlich zum Abendbrot das nächste Blutbad “serviert”, live und in Farbe frisch aufgezeichnet, versteht sich! Wie soll ich da dann überhaupt noch Hunger haben? Warum zeigen die eigentlich solch brutale Bilder im Fernsehen, und auch noch gerade zur Essenszeit? – Ich kann das nicht verstehen! Die schlechten Neuigkeiten scheinen im Fernsehen wohl weitaus beliebter zu sein als die guten … .
Was ich vielfach feststelle, sind unterschiedliche Einstellungen und Prioritäten zwischen verschieden Menschen. So freut sich der eine, wenn sein Steak noch fast wie frisch geschlachtet auf seinem Teller liegt, während ein anderer es nur ganz durchgebraten mag, und wieder einer, der ist gar kein Tierfleisch! Wie zum Thema Essen, so haben die Leute auch unterschiedliche Ansichten über das Leben an sich: Es gibt die Optimisten und die Pessimisten, sowie diejenigen, die sich irgendwo dazwischen einordnen würden. Was bedeutet das für mich, als Individuum?
Der schönste Tag meines Lebens, das wäre, wenn alle Menschen froh wären! Nun, ich bin ein Optimist … . Ich sehe zwar die Argumente der Pessimisten, doch das, was mich bewegt, sind die lachenden Gesichter, nicht die weinenden! Sicher werde ich auch von der Trauer weinender Menschen übermannt, und doch, wenn ich das Gefühl der Freude mit dem der Trauer vergleiche, ziehe ich die Freude vor! Ich brauche zwar auch ab und zu eine Zeit des Trauerns und der Stille, aber sobald die “Saure-Gurken-Zeit” bei mir vorbei ist, geht es mir wieder deutlich besser!
Die Pessimisten sind, so wie ich es sehe, keine schlechten Menschen an sich. Vielmehr brauchen sie, ebenso wie Schattengewächse mehr Schatten als grelles Licht benötigen, eher Ruhe und Abgeschiedenheit, wozu dann ja auch eine triste Stimmung besser passt. Im Gegensatz zu mir aber sind die Pessimisten mit kurzen Aufenthalten auf der Sonnenseite des Lebens zufrieden, nach denen sie sich schließlich wieder in ihr Schattendasein zurückziehen. Genauso wie mit Yin und Yang im Taoismus, so verhält es sich auch hier:
Die einen brauchen etwas Sonne und viel Schatten, die anderen sehnen sich nach etwas Schatten und viel Sonne!
Tatsächlich ist es darum einfach schön, wenn sich Menschen unterschiedlichster Anschauungen, Bedürfnisse und Herkunft friedlich miteinander arrangieren, ohne das irgendjemand sich falsch behandelt vorkommt!
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